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Klassisch sind Kurbelgehäuse und Ansaugung nur über eine Leitung verbunden. Es herrscht überall der gleiche Unterdruck, was die Konzentration von Blow-By-Gasen und daraus resultierendes Kondensat insb. im Leerlauf gering hält, die Bildung von Ölnebel aber unterstützt. Unter Last bei offener Drosselklappe reduziert sich der Unterdruck, Luft gelangt zurück ins Kurbelgehäuse, was zyklisch mehr Ölnebel zur Ansaugung spült.
Bei Motoren mit PCV ist das Kurbelgehäuse mit der Zuluft und über ein Ventil mit der Ansaugung verbunden. Im Leerlauf öffnet das PCV-Ventil und es wird zusätzlich Luft durch das Kurbelgehäuse gesaugt (positive crankcase ventilation) um Kondensatanreicherung im Öl (Wasser, Kraftstoff) zu vermeiden, insb. vorteilhaft bei Kurzstrecke. Diese Sekundärluft fördert aber konsequent auch sämtlichen Ölnebel zu den Einlässen.
Die Belastung eines Motors durch Ölnebel in der Ansaugung hängt insgesamt nur bedingt von der Art der Entlüftung bzw. dem Blow-By selbst ab, da mit der Zeit die flüchtigen Bestandteile so oder so abgeführt werden. Entscheidend bleiben daher die Wirksamkeit der Ölabscheidung sowie die Qualität des Öls.
Unser Abscheider mit 60ml (netto) Auffangbehälter wiegt nur 65g (leer) und lässt sich bei geeignetem Verlauf der Entlüftungsleitung direkt in diese integrieren. Die Abscheidung erfolgt an beiden Anschlüssen sehr wirksam über feines Edelstahldrahtgeflecht mesh 400, d.h. ca. 35 Mikrometer Maschenweite.
Damit werden über ein Ölwechselintervall 10-15ml Öl (0W40 ACEA A3) pro Liter Füllmenge herausgefil-tert, 60-70% bis 5.000km und nochmal 30-40% bis 10.000km. Die deutliche Abnahme flüchtiger Bestandteile nach etwa 10tkm spricht für Ölwechsel in diesem Intervall. Hochgerechnet auf 100tkm entlastet unser Abscheider dann Motor und Abgasanlage bei 4-8Litern Füllmenge von ca. 0,5-1Liter Öl. Die Anschlüsse haben 12mm Außendurchmesser, die optional lieferbaren Schläuche passen für 10-12mm Leitungen/Stutzen, schräger Einbau des Behälters möglich, in 4 Varianten lieferbar.
Die Menge des abgeschiedenen Öls erlaubt Rückschlüsse auf Thermostatfunktion, Lüftersteuerung, Ölqualität des Öls und ggf. auch auf die Wirksamkeit der (insb. hochwertigeren) werkseitig verbauten Ölabscheidung. Sollte Wasser im abgeschiedenen Öl erkennbar sein (milchiger Schleim), ist das evtl. nur Kondensat -Eisbildung am Filter im Winter vermeiden. Ansonsten deutet ungebundenes Wasser im Ölkreislauf auf interne Leckage z.B. an der Zylinderkopfdichtung hin.