Das Konzept, einen zusätzlichen Ölabscheider in den Rücklauf der Entlüftung des Kurbelgehäuses zu integrieren, lässt sich prinzipiell bei jedem Motor umsetzen. Dafür muss die Leitung vom Ventildeckel bzw. Kurbelgehäuse zur Ansaugung hinter der Drosselklappe geeignet und Platz für den Behälter vorhanden sein. Diese Leitung ist typischerweise ein 10-12mm Kunststoffrohr oder Schlauch.
Bei Motoren mit PCV wird vor der Drosselklappe die Sekundärluft abgenommen, hier wäre nur Öl, wenn das PCV-Ventil nicht öffnet.
Typisch für PCV sind Mazda Benziner, wo der Ölabscheider zwischen PCV-Ventil und Ansaugung (unten am Motorblock) angeschlossen werden müsste, wobei der Behälter nicht höher als das PCV-Ventil positioniert sein sollte, dass Kondensat im Schlauch nicht zurücklaufen kann.
Auch der Mustang GT 5.0 ab 2011 entlüftet mit PCV. Das Kurbel-gehäuse wird über den Ventildeckel der Fahrerseite zur Beifahrer-seite hin mit Sekundärluft gespült. Ein Abscheider macht daher nur auf der Beifahrerseite evtl. ab BJ 2018 Sinn, als Ford die duale Einspritzung eingeführt hat.
Turbo- und Kompressormotoren ohne PCV entlüften im Leerlauf in die Ansaugung, bei steigendem Ladedruck vor den Einlass am Lader. Eine Ölabscheidung für beide Betriebszustände müsste vor dem Rückschlagventil integriert werden. Der Behälter unseres Abscheiders ist bis 3bar druckgetestet (mit Schlauchschellen). Evtl. verzögertes Schließen des Rückschlagventils wäre daher unkritisch bzw. auch ein Einbau im Ladedruckbereich möglich.
Die optional lieferbaren Schläuche zum Anschluss des Abscheiders sind bis 2bar spezifiziert, Test 3bar ok.
Diesel entlüften ausschließlich vor den Einlass am Turbolader, teilweise auch mit PCV, wobei dafür vom Ladeluftstrom über ein Ventil etwas Druckluft abgezweigt wird.
Bei Motoren mit Abgasrückführung wird die Ansaugung allerdings zusätzlich stark durch Rückstände aus dem Abgas belastet, weshalb eine Ölabscheidung der Kurbelgehäuseentlüftung einer Verkokung von Einlässen und Ventilen nur zum Teil vorbeugen kann.